Triumph für Manuel Feller in Kitzbühel

Mit seinem Slalomsieg in Kitzbühel hat sich Manuel Feller einen lange gehegten Traum erfüllt. Vor einer beeindruckenden Kulisse siegte Tiroler bei seinem Heimrennen vor dem Schweizer Loic Meillard und dem Deutschen Linus Straßer. ÖSV-Podestplatz im Slalom in dieser Saison.

Der Sieger stammt aus Fieberbrunn, das gut 30 Autominuten von Kitzbühel entfernt liegt. Aus diesem Grund fiebern Jahr für Jahr etliche Fans aus seinem Heimatort beim klassischen Rennen am Ganslernhang mit. Ein Podestplatz bei seinem deklarierten Lieblingsrennen blieb Feller bislang verwehrt. Umso größer waren die Emotionen nach seinem Sieg, da mit einem solchen nach den bisherigen Saisonergebnissen nicht zu rechnen gewesen war. Zudem hatte der Tiroler in letzter Zeit in Interviews mehrfach etwas kryptisch von einer "persönlichen Krise" gesprochen.

 

Feller siegte 0,35 Sekunden vor dem Schweizer Loic Meillard. An der dritten Stelle landete der Deutsche Linus Straßer (0,53), der mit Kitzbühel ebenfalls besondere Emotionen verbindet und das Gefühl kennt, dort als Sieger ganz oben zu stehen. Der Brasilianer Lucas Pinheiro Braathen (4.), der Finne Eduard Hallberg (5.) und der Belgier Armand Marchant (6.) stellten unter Beweis, wie vielfältig die Elite im Slalom derzeit ist. Österreich blieb ein Sieg in dieser Disziplin in der laufenden Saison bislang verwehrt. Auch deshalb bedeutete Fellers Triumph für den gesamten ÖSV eine Erleichterung.

 

Seine Teamkollegen freuten sich entsprechend mit dem Tiroler. Johannes Strolz hatte bei einem Interview Tränen der Rührung in den Augen. Der Vorarlberger zeigte mit dem 15. Platz aufsteigende Form, allerdings dürfte diese für eine Nominierung zu den Olympischen Winterspielen zu spät kommen. Für Fabio Gstrein wird sich diese wohl ausgehen, der Tiroler verbesserte sich im Finale von Kitzbühel auf den elften Platz.

 

(Foto: Gepa Pictures)