Loic Meillard stellte beim Nachtriesenslalom von Schladming seine gute Form vor den Olympischen Spielen unter Beweis. Der Schweizer siegte vor dem zur Halbzeit führenden Brasilianer Lucas Pinheiro Braathen. An der dritten Stelle landete der Franzose Alban Elezi Cannaferina.
Im Flutlicht spiegelte sich die Eispiste auf der Planai, die vielen Fahrern Schwierigkeiten bereitete. Lucas Pinheiro Braathen sprach davon, noch nie ein solches Rennen gefahren zu sein. Sein ehemaliger Teamkollege Henrik Kristoffersen, der im zweiten Durchgang auf den 18. Platz zurückviel, zeigte sich richtiggehend wütend, meinte aber, dass er sich mit Kommentaren zurückhalten müsse, nachdem er von der FIS ob seines Tonfalls in den letzten Tagen gerügt worden war.
Meillard stellte unter Beweis, dass er auf eisigen Pisten sehr gut zurechtkommt. "Da fühle ich mich wohl", meinte der Schweier, der nach Platz zwei im ersten Durchgang mit einer souveränen Fahrt im Finale Pinheiro Braathen um 0,73 Sekunden hinter sich ließ. Der drittplatzierte Elezi Cannaferina hatte bereits 0,90 Sekunden Rückstand. Pinheiro Braathen hatte im finalen Durchgang schon mit einem Sieg spekuliert, zollte Meillard aber schließlich seinen Respekt.
Auch Marco Odermatt konnte mit seinem Teamkollegen nicht mithalten und beendete das Rennen auf dem vierten Rang, gefolgt vom Norweger Timon Haugan. Eine starke Leistung zeigte der Belgier Sam Maes auf dem Eis von Schladming mit dem sechsten Platz.
Österreichs Herren konnten beim Heimrennen in Schladming mit den besten Athleten nicht Schritt halten. Marco Schwarz, nach dem ersten Durchgang noch auf Platz vier, fiel im Finale auf den achten Rang zurück. Joshua Sturm durfte sich als Zwölfter immerhin über sein bestes Weltcupresultat freuen. Stefan Brennsteiner und Patrick Feurstein mussten sich mit den Plätzen 15 und 16 begnügen. Den letzten Riesenslalom seiner Karriere bestritt nach eigener Mitteilung Manuel Feller in Schladming. Der Tiroler landete im ersten Durchgang auf dem 44. Platz und musste daher das Finale auslassen.
(Foto: Gepa Pictures)