Franjo von Allmen dominiert in Crans Montana

Der Schweizer Franjo von Allmen siegte am Sonntag bei der Abfahrt in Crans Montana überlegen vor dem Italiener Dominik Paris. Ryan Cochran-Siegle komplettierte beim letzten Rennen vor den Olympischen Spielen das Podium mit Platz drei.

Nach den beiden Rennen der Damen im Kanton Wallis war auch jenes der Herren eine Generalprobe für die im nächsten Jahr stattfindende Skilweltmeisterschaft.  Der Wintersportort ist in diesem Tagen allerdings von der furchtbaren Brandkatastrophe der Silvesternacht geprägt. Entsprechend wurde beim Rennen auf Werbung verzichtet. Auf den üblicherweise für Sponsoren bereitgestellten Werbeflächen wurde deshalb an die Opfer des Unglücks. Athleten und Publikum beteiligten sich vor dem Rennen an einer Schweigeminute.

 

Das Rennen wurde dann in eindrucksvoller Weise von Franjo von Allmen dominiert. Der Schweizer nahm bei seiner spektakulären Fahrt sichtlich volles Risiko und blieb dennoch ohne  Fehler. Er distanzierte den zweitplatzierten Italiener deutlich mit 0,65 Sekunden. Knapp dahinter folgte der Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, der mit einer starken Fahrt Marco Odermatt auf den vierten Platz verweisen konnte. Mit dem Franzosen Benjamin Jacques Alliod und dem Schweizer Lars Rösti folgten zwei überraschend starke Läufer auf den Rängen fünf und sechs.

 

In Abwesenheit von Raphael Haaser und Vincent Kriechmayr, die sich auf die Olympischen Spiele vorbereiten, gab es für die österreichischen Herren wenig zu holen. Daniel Hemetsberger belegte mit fast eineinhalb Sekunden Rückstand auf den Sieger von Allmen den 14. Rang, gefolgt von Stefan Babinsky. Seit fast drei Jahren wartet das ÖSV-Herrenteam auf einen Abfahrtssieg.

 

Jubeln durften einmal mehr die Schweizer Fans, wobei der Sieger von Allmen hoffte, durch den Sport für positive Schlagzeilen zu sorgen. In Crans Montana sind solche angesichts der Trauerbewältigung bitter vonnöten.

 

(Foto: Gepa Pictures)