Mit ihrem 109. Weltcupsieg, dem 72. in einem Slalom, hat Mikaela Shiffrin in Aare ihren Vorsprung im Gesamtweltcup etwas ausbauen können. Die Entscheidung bleibt allerdings spannend, da ihre erste Konkurrentin Emma Aicher auf platz zwei landete.
Mikaela Shiffrin unterstrich am Sonntag in Aare einmal mehr ihre Dominanz im Slalom. Am Ende lag sie 0,94 Sekunden vor ihrer Verfolgerin Emma Aicher. In ihrer Paradedisziplin dominierte die US-Amerikanerin ihre Konkurrenz praktisch nach Belieben. Vor einem Monat gewann sie auch ihre zweite olympische Goldmedaille im Slalom. Der Gewinn der kleinen Kristallkugel stand bereits vor den Olympischen Spielen fest. Es wird ihr neunter Gewinn in der Disziplinenwertung. Mit 72 Siegen im Slalom ist diese Disziplin die Grundlage der Erfolgsbilanz Shiffrins im Alpinen Skiweltcup.
Die derzeit beste Allrounderin ist ihre erste Verfolgerin im Gesamtweltcup. Die Deutsche Emma Aicher unterstrich mit ihrer bislang besten Slalomleistung ihre Qualitäten und Nervenstärke. Vor den letzten vier Rennen liegt sie 140 Punkte hinter Shiffrin zurück. Spannung verspricht die Tatsache, dass Aicher in dieser Saison bereits Siege in Abfahrt und Super-G vorweisen kann. Ob Shiffrin die Abfahrt in Kvitfjell bestreiten wird, ist derzeit noch unklar.
Abgesehen von Shiffrin war das Finale ein knappes Rennen. Die Schweizerin Wendy Holdener sicherte sich mit einem Rückstand von einer Sekunde den dritten Platz, gefolgt von der Österreicherin Katharina Truppe, die das Podest um 0,09 Sekunden verpasste. Paula Moltzan zeigte als Fünfte erneut eine starke Leistung im Slalom. Bemerkenswert ist auch der sechste Platz der Lettin Dzenifera Germane. Der letzte Slalom der Saison findet am 25. März in Hafjell statt. Möglicherweise wird erst bei diesem die Entscheidung um den Gesamtweltcup fallen.
(Foto: Gepa Pictures)