Nach einer zweitägigen Sitzung des FIS-Councils und einem Strategieworkshop hat der Internationale Skiverband Überlegungen zur Zukunft bekannt gegeben. Für Diskussionen sorgt vor allem ein Vorschlag zu einer möglichen jährlichen Austragung von Großereignissen.
Foto: FIS/Alexandra Blum
Unter Führung des neuen Präsidenten Alexander Ospelt besprach der Vorstand wichtige strategische und sportliche Themen, darunter die Führungsstruktur der FIS, die Finanzlage und die langfristigen Prioritäten. In diesem Zusammenhang wurden einige folgenreiche Beschlüsse gefasst, insbesondere zur Zukunft der Weltmeisterschaften. Nach der Vorlage einer vorläufigen Machbarkeitsstudie, die sich auf den sportlichen Wert, die Kalenderbewertung sowie das kommerzielle und medienrechtliche Potenzial konzentrierte, einigte sich das Gremium auf das Konzept, die Häufigkeit der FIS-Weltmeisterschaften zu erhöhen, sodass diese ab 2032 nicht nur alle zwei Jahre in ungeraden, sondern auch in geraden, nicht-olympischen Jahren ausgetragen werden sollen. Das würde jedes Jahr ein Großereignis bedeuten. Die Mitglieder plädierten unter bestimmten Umständen dafür, diese Regelung bereits ab 2028 wirksam werden zu lassen. Außerdem befassten sie sich mit einer langfristigen Kalenderplanung für regionale Cluster sowie mit der Berücksichtigung neuer Märkte bei gleichzeitigem Fokus auf die bestehenden Regionen.
Vor allem der Beschluss bezüglich der Ski-Weltmeisterschaften stieß bei den nationalen Verbänden auf Verwunderung. Der ÖSV ließ etwa in einer Stellungnahme unter anderem verlauten: Die Präsidentenkonferenz des ÖSV hat sich bereits am 26. August nach intensiver Diskussion einstimmig gegen Weltmeisterschaften in jedem Nicht-Olympiajahr ausgesprochen. Diese Position ist dem FIS-Präsidenten vor dem Council-Meeting in Thun persönlich mitgeteilt worden.
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