In einer Pressekonferenz in seinem Heimatort Courchevel gab Alexis Pinturault das Ende seiner Karriere bekannt. Damit endet die langjährige Laufbahn des erfolgreichsten französischen alpinen Skirennläufers in der Geschichte des Skiweltups.
Alexis Pinturault wird beim Weltcupfinale in Hafjell Anfang kommender Woche sein letztes Weltcuprennen bestreiten. In einem vielbeachteten Pressegespräch gab der französische Weltmeister und Gesamtweltcupsieger die Beweggründe für seinen Rücktritt vom Rennsport bekannt. Er erhielt dafür viele Reaktionen. Marco Odermatt etwa brachte seine Bewunderung für die Leistungen Pinturaults zum Ausdruck und meinte, er habe einst Poster von diesem in seinem Kinderzimmer hängen gehabt.
Über den langen Zeitraum von eineinhalb Jahrzehnten prägte der zweifache Juniorenweltmeister den alpinen Skiweltcup. Mit 34 Weltcupsiegen und zahlreichen Medaillen bei Großereignissen ist er der erfolgreichste französische Rennläufer seit der Einführung des Weltcups vor 60 Jahren. Er gewann drei Medaillen bei Olympischen Winterspielen und acht bei Weltmeisterschaften, davon drei in Gold. Besondere Erfolge konnte er in der Alpinen Kombination feiern, in der er sich 2019 und 2023 den Weltmeistertitel sicherte.
Pinturault galt stets als vielseitiger Skirennläufer, der in den Disziplinen Slalom, Riesenslalom und Super-G an den Start ging und in allen Weltcupsiege feiern konnte. Solche gelangen ihm auch in der Kombination und bei Parallelrennen. In der Saison 2020/21 sicherte er sich die große Kristallkugel als Gewinner des Gesamtweltcups. Gegen Ende seiner Karriere verzichtete er auf Slaloms und ging stattdessen vermehrt bei Abfahrten an den Start. Im Jänner 2024 und erneut ein Jahr später zog er sich allerdings schwere Knieverletzungen zu.
Zu Beginn der laufenden Saison kehrte der Franzose in den Skiweltcup zurück, ging allerdings nur noch in Riesenslaloms an den Start. Für die Olympischen Winterspiele in Milano und Cortina konnte er sich nicht qualifizieren. Das trug zu seiner Entscheidung für ein Karriereende bei. „Es gab mehrere Etappen. Natürlich gab es nach der Verletzung erste Zweifel und den Gedanken, nicht in einem Krankenhausbett enden zu wollen. Es war die Vorstellung einer Rückkehr mit der Aussicht auf die Olympischen Spiele“, erklärte er bei der Pressekonferenz seine Motivation in den letzten Monaten. Viele seiner Teamkollegen und Konkurrenten zollten ihm wegen seiner herausragenden Leistungen Respekt.
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