In Courchevel hat sich am vergangenen Wochenende Adrien Theaux vom alpinen Skirennsport verabschiedet. Mehr als zwei Jahrzehnte war der französische Speedspezialist auf den Weltcuppisten präsent.
Ein Saisonende ist die Zeit der Abschiede, wobei sich solche nach Olympischen Spielen besonders häufen. Der längst gediente Skirennläufer der Gegenwart, der Franzose Adrien Theaux, gab anlässlich des Rennwochenendes in Courchevel das Ende seiner langjährigen Karriere bekannt. Sein erstes Weltcuprennen hatte er im Februar 2004 bestritten. Franjo von Allmen war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal zweieinhalb Jahre alte.
„Es wird ein großartiger, intensiver und festlicher Moment sein, der auch viele Emotionen mit sich bringen wird. Man kann nicht sein ganzes Leben in dieser wunderbaren Welt des Skisports verbringen und dann einen Schlussstrich ziehen, ohne dass einem die Kehle zuschnürt“, erklärt Theaux.
Der Franzose absolvierte in seiner Karriere 334 Starts bei Weltcuprennen, viele davon als Teil der Mannschaft mit Johan Clarey und David Poisson, dessen tragischen, tödlich endenden Trainingssturz er einst miterleben musste. Zwischen Dezember 2010 und Januar 2016 stand er 13 Mal auf dem Podium, davon dreimal als Sieger. Zudem gewann er bei den Weltmeisterschaften 2015 in Beaver Creek. die Bronzemedaille im Super-G.
In den letzten Jahren blieb von Verletzungen nicht verschont: Im November 2021, gerade als er sich von einem Kreuzbandriss im rechten Knie erholt hatte, stürzte er beim Training in Copper Mountain und erlitt mehrere Brüche, die ihn um die Teilnahme an seinen vierten Olympischen Spielen in Peking brachten. Seitdem gelang es ihm nicht, wieder zu seiner Bestform zurückzufinden, trotz eines letzten Glanzmoments in diesem Winter, als er im Dezember bei der Abfahrt in Val Gardena in Italien den 9. Platz belegte.
(Foto: Gepa Pictures)