Zum fünften Mal hat Henrik Kristoffersen am Mittwoch den Nachtslalom vom Schladming gewonnen. Der Norweger ist damit alleiniger Rekordhalter beim mittlerweile traditionellen Rennen auf der Planai. Er siegte im Flutlicht vor seinem Landsmann Atle Lie McGrath und dem Franzosen Clement Noel.
Mit selten in dieser Form gezeigten Emotionen reagierte Kristofersen auf seinen fünften Slalomsieg beim Nightrace in Schladming. Im Finale gelang es ihm, das Ergebnis des ersten Durchgangs noch umzudrehen. Am Ende siegte er vor seinem Landsmann Atle Lie McGrath (+ 0,34 Sekunden). An der dritten Stelle landete der Franzose Clement Noel wurde Dritter (+ 0,54). Nach einem von zahlreichen Ausfällen geprägten zweiten Durchgang standen nur 21 Läufer auf der Ergebnisliste.
In den anschließenden Interviews kokettierte Kristoffersen erneut mit seinem Wunsch, Österreicher zu werden. "Ich hätte gerne einen österreichischen Pass", erklärte der Norweger im Interview mit dem ORF. Sein ehemaliger Teamkollege Lucas Pinheiro Braathen startet bereits für ein anderes Land: Brasilien, das Heimatland seiner Mutter. Er untermauerte in Schladming seine Ambitionen für eine erste brasilianische olympische Medaille bei Alpinbewerben. Im Slalom landete Braathen auf dem vierten Platz.
Das heimische Publikum durfte in der Steiermark vor allem über die Leistung von Fabio Gstrein jubeln. Er zeigte im Finale eine gute Leistung und verbesserte sich auf den fünften Platz. Manuel Feller, Sieger des Slaloms von Kitzbühel, beendete das Nightrace als Zehnter, Joshua Sturm als Zwölfter. Adrian Pertl, Dominik Raschner und Johannes Strolz schieden im Finale aus. Marco Schwarz und Michael Matt hatten dieses Schicksal bereits im ersten Durchgang erlitten. Der beste Schweizer war Tanguy Nef als Neunter.
(Foto: Gepa Pictures)