Erster Weltcupsieg für Laura Pirovano

Die Italienerin Laura Pirovano konnte am heutigen Freitag die erste von zwei Abfahrten im Val di Fassa für sich entscheiden. Die 29-jährige aus Trient feierte damit ihren ersten Weltcupsieg; und das äußerst knapp vor der Deutschen Emma Aicher und der amerikanischen Olympiasiegerin Breezy Johnson.

Ihr erstes Weltcuprennen bestritt Laura Pirovano vor fast zehn Jahren im Riesenslalom von Sölden. In weiterer Folge konnte sie vor allem in Abfahrt und Super-G an die Weltspitze anschließen, wurde jedoch immer wieder durch Verletzungen ausgebremst. Ein Podestplatz blieb ihr bis jetzt allerdings verwehrt. Umso mehr freute sich die Italienerin über ihren Weltcupsieg, der ihr nur unweit von ihrer Heimatstadt Trento gelang. "Ich war schon mehrere Male knapp hinter dem Podest, nun hat es geklappt", meinte die Siegerin im Interview. 

 

Emma Aicher, die in der laufenden Saison schon drei Weltcupsiege feiern durfte und bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo zwei Silbermedaillen gewann, freute sich trotz des minimalen Rückstands von 0,01 Sekunden herzlich mit der Siegerin. Erfreut zeigte sich die Deutsche auch darüber, jedes Wochenende konstant gute Leistungen erbringen zu können. Mit diesen macht sie den Kampf um den Gesamtweltcup gegen die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin äußerst spannend. Deren Teamkollegin Breezy Johnson (+0,29) zeigte, dass sie auch nach den für sie so erfolgreichen Olympischen Winterspielen noch gut in Form ist. Das gilt auch für Aichers Teamkollegin Kira Weidle-Winkelmann (+0,32) auf Platz vier.

 

Österreichs olympische Medaillengewinnerinnen Cornelia Hütter und Ariane Rädler beendeten die Abfahrt in Val di Fassa auf den Rängen fünf und sechs. Auf den dritten Platz fehlten den beiden nur wenige Hundertstelsekunden. Mit ihren Fahrten zeigten sie sich recht zufrieden. Nina Ortlieb, die mit guten Trainingsleistungen auf sich aufmerksam gemacht hatte, landete nach einigen kleinen Fehlern auf Platz elf. Sie hat damit nur noch theoretische Chancen im Abfahrtsweltcup, für den Emma Aicher als Favoritin gilt

 

Ohne ihre Verletzung vor und bei den Olympischen Winterspielen wäre der Abfahrtsweltcup wohl an die US-Amerikanerin Lindsey Vonn gegangen. Sie machte in den sozialen Medien auf sich aufmerksam, wo sie nur 25 Tage nach ihrem schrecklichen Sturz in Cortina d'Ampezzo in einem Video bei Übungen zu sehen war.

 

(Foto: Gepa Pictures)