Mit ihrem 110. Weltcupsieg hat die US-Amerikanerin einen großen Schritt in Richtung ihres sechsten Gesamtweltcupsiegs gemacht. Beim letzten Slalom der Saison siegte sie vor Wendy Holdener und Emma Aicher, ihrer größten Konkurrentin um die große Kristallkugel.
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Ihr einzigartiges können hat die beste Skirennläuferin aller Zeiten im Slalom von Hajfell wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In überragender Art und Weise fixierte die Amerikanerin mit Laufbestzeit im ersten Durchgang und der sechsten Zeit im Finale ihren 110. Weltcupsieg. An der zweiten Stelle landete die Schweizerin Wendy Holdener mit 1,31 Sekunden Rückstand. Rang drei ging an die Deutsche Emma Aicher (+1,36). Sie sorgte mit dem Gewinn von 60 Weltcuppunkten dafür, dass die Entscheidung um den Gesamtweltcup erst im letzten Rennen der Saison fallen wird.
Dabei hat Shiffrin allerdings die besten Chancen auf ihre sechste große Kristallkugel, womit sie den diesbezüglichen Rekord der Österreicherin Annemaria Moser-Pröll einstellen würde. Ihr Vorsprung auf Emma Aicher beträgt 85 Punkte. Sollte Shiffrin daher im abschließenden Riesenslalom in die Top 15 fahren, würde sie als Gesamtweltcupsiegerin feststehen. Im FIS-Interview äußerte sich Shiffrin lobend über ihre Konkurrentin Aicher, die sie als Freundin erachte. Von einem "Kampf" zu sprechen, sei daher unpassend. Sie freue sich auf weitere sportliche Duelle in der Zukunft.
Nach dem Rennen durfte Shiffrin ihre neunte kleine Kristallkugel für den Disziplinenweltcup im Slalom entgegennehmen. In diesem stand sie längst als Siegerin fest. Platz zwei ging an die Schweizerin Camille Rast, die im Rennen auf Platz 13 landete, gefolgt von Wendy Holdener. Die Österreicherin Katharina Truppe belegte im Slalomweltcup wie auch im Rennen den vierten Platz. Shiffrins Teamkollegin Emma Moltzan beendete ihre Slalomsaison als Fünfte. Bemerkenswert ist die Leistung der 17-jährigen Juniorenweltmeisterin Anna Trocker. Die Südtirolerin konnte sich mit Laufbestzeit im Finale von Platz aus auf den neunten Platz verbessern. Sie durfte sich damit über ihr bestes Weltcupresultat freuen. Trocker ist noch fünf Jahre jünger als Emma Aicher und dürfte zukünftig im Weltcup für Furore sorgen.