In der serbischen Hauptstadt geht morgen und übermorgen der 57. Kongress des Internationalen Skiverbands über die Bühne. Dieser sorgt vorab für viele Schlagzeilen, vor allem die mögliche Ab- oder Wiederwahl von Präsident Johan Eliasch.
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Schon morgen Abend stehen Entscheidungen an, doch diese betreffen den nordischen Skisport. Es werden die Austragungsorte der Skiflugweltmeisterschaft 2030 und der nordischen Skiweltmeisterschaft 2031. Wesentlich mehr Spannung wird jedoch für den Freitagvormittag erwartet. Dann wird mit der Wahl des FIS-Präsidenten maßgeblich über die Zukunft des Verbands entschieden. Mächtige Institutionen wie der Österreichische Skiverband und der Schweizer Skiverband hatten sich zuletzt gegen eine erneute Wahl von Johan Eliasch ausgesprochen. Dieser tritt für Georgien an, dessen Staatsbürgerschaft er erst erhalten hatte. Kontroversen dürfte es in jedem Fall geben. Die Gegenkandidaten sind die Britin Victoria Gosling und der Rechtsanwalt Alexander Ospelt, ehemaliger Präsident des liechtensteinischen Skiverbands. Der ÖSV hat bereits angekündigt, für Letzteren die Stimme abzugeben.
Innerhalb der FIS kam es in den letzten Tagen zu massiven Unstimmigkeiten. Eliasch, dem Schweden und Großbritannien die Nominierung verweigert hatten, steht vor allem wegen der finanziellen Situation in der Kritik. Urs Lehmann, der erst vor einigen Monaten als Geschäftsführer installiert worden war, gab am 5. Juni seinen sofortigen Rücktritt von dieser Funktion bekannt. Wenn der Verband so weitergeführt werde, schlittere er in zwei Jahren in die Pleite, gab der ehemalige Präsident des Schweizer Skiverbands bekannt.
In weiterer Folge meldete sich auch die ehemalige österreichische Skirennläuferin Alexandra Meissnitzer zu Wort. Die Doppelweltmeisterin von 1999 war im vergangenen Jahr von Eliasch als Sonderbeauftragte für FIS-Projekte eingesetzt worden. Meissnitzer kritisierte die Kultur des Umgangs und die Art und Weise der Kommunikation. Es werde zu viel öffentlich diskutiert und der Sport zu wenig in den Fokus gerückt. Wenn es in dieser Art und Weise weitergehe, drohe wirklich ein Spaltung, so die Salzburgerin. Die Reaktion darauf war freilich wenig souverän. Meissnitzer wurde nahegelegt, besser nicht am Kongress in Belgrad teilzunehmen.