Der ÖSV spricht sich lautstark für eine Abwahl von FIS-Präsident Johan Eliasch aus. Christian Scherer hat angekündigt, beim FIS-Kongress in Belgrad für den Liechtensteiner Alexander Ospelt zu stimmen.
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Seit seiner Wahl zum FIS-Präsidenten 2021 ist in Österreich immer wieder Kritik an Johan Eliasch laut geworden. Nunmehr stellt sich ÖSV-Geschäftsführer Christian Scherer an die Spitze einer Bewegung, die die Wiederwahl des gebürtigen Schweden, der sich als georgischer Staatsbürger um eine Wiederwahl bemüht, um jeden Preis zu verhindern. In den nationalen Medien wurde in den vergangenen Tagen lautstark angekündigt, Eliasch werde nach dem Kongress in Belgrad in jedem Fall als FIS-Präsident Geschichte sein. Österreich werde seine Stimme Alexander Ospelt geben, den Scherer als integer bezeichnete. An der Wahl des Liechtensteiners ließ er keinen Zweifel aufkommen. Zahlreiche Medien hatten darüber spekuliert, dass der ÖSV im Falle einer Wiederwahl Eliasch aus Protest ein klassisches Rennen wie Kitzbühel oder Schladming aus dem Programm nehmen werde. Mit dieser Frage habe man sich laut Scherer aber gar nicht befasst.
Stattdessen legte der ÖSV-Geschäftsführer sein ganzes Gewicht in der Skiwelt in die Wagschale, um Stimmung gegen den bisherigen Präsidenten und Inhaber der Firma Head zu machen. Diesem warf er Misswirtschaft in finanziellen Belangen vor. Dem einst konservativ von Gian Franco Kasper geführten, finanziell erfolgreichen Verband könnte ein finanzieller Schiffbruch drohen, wenn Eliasch in dieser Manier weiterarbeitet. Sich selbst betrachtet Scherer als einen authentischen Kritiker, dass er sich ab Herbst beruflich ohnehin neuen Dingen widmen werde und keine weitere Karriere innerhalb der FIS und des Skisports anstrebe. Ob die Kampagne gegen Johan Eliasch erfolgreich sein wird, wird sich am Freitag in Belgrad zeigen.