Denkbar knapp erfolgte heute die Neuwahl des Präsidenten des Internationalen Skiverbands. Mit einer Stimme Vorsprung setzte sich der Liechtensteiner Alexander Ospelt gegen Amtsinhaber Johan Eliasch durch.
Foto: Internationaler Skiverband
Mitglieder des FIS-Vorstandes und Delegierte der FIS-Mitgliedsverbände aus aller Welt kamen in der serbischen Hauptstadt zusammen, um wichtige Entscheidungen für die Zukunft des internationalen Ski- und Snowboardsports zu treffen. Dazu gehörte auch die Wahl zum FIS-Präsidenten, die heute Vormittag stattfand. Dabei setzte sich der vom ÖSV favorisierte Liechtensteiner Alexander Ospelt gegen den bisherigen Amtsinhaber Johan Eliasch durch, der vom georgischen Verband nominiert wurde. Am Ende lautete das offizielle Ergebnis 65:64 für Alexander Ospelt.
Kurz nach seiner Wahl zum neuen FIS-Präsidenten auf dem 57. FIS-Kongress in Belgrad hielt Ospelt eine Pressekonferenz ab, bei der er Fragen der internationalen Medien beantwortete. „Im Vorfeld dieses Kongresses gab es einen sehr guten Austausch, und es war äußerst interessant, mit Vertretern aus den unterschiedlichsten Ländern zu sprechen, doch das Ergebnis zeigt, dass wir nach wie vor gespalten sind“, sagte Präsident Ospelt. „Ich betrachte diese Spaltung eher als Chance denn als Problem. Meine erste Aufgabe wird es sein, Einheit und ein gemeinsames Ziel zu schaffen, um die FIS gemeinsam voranzubringen.“
Auf dem Kongress fand die Wahl von 18 Mitgliedern des FIS-Vorstands statt, wobei folgende Kandidaten gewählt wurden (die Namen sind in der Reihenfolge der erhaltenen Stimmen aufgeführt):
- Dr. Michael Huber (AUT)
- Flavio Roda (ITA)
- Magdalena Kast (ARG)
- Deidra Dionne (CAN)
- Tove Moe Dyrhaug (NOR)
- Fabien Saguez (FRA)
- Ken Odashima (JPN)
- Dr. Franz Steinle (GER)
- Dexter Paine (USA)
- Patrick Toussaint (AND)
- Victoria Gosling (GBR)
- Jean-Philippe Rochat (SUI)
- May Peus (ESP)
- Zhao Wang (CHN)
- Nevena Ignjatović (SRB)
- Martti Uusitalo (FIN)
- Tomaž Kunstelj (SLO)
- Jana Palovičová (SVK)
Eine besondere Ehre wurde Dr. Michael Huber zuteil. Der Tiroler schaffte wie bereits 2024 nicht nur souverän den Einzug in den 18-köpfigen FIS-Vorstand, sondern erhielt sogar die meisten Stimmen (101 Stimmen/79,53 Prozent) für die Wahl in das oberste FIS-Gremium.