Erster Weltcupsieg für Paula Moltzan

Der Alpine Skiweltcup 2026/27 beginnt mit einer neuen Siegerin: Die US-Amerikanerin Paula Moltzan siegte beim Riesenslalom in Sölden vor Lara Colturi und Emma Aicher. Es war zugleich der erste Sieg für die Skimarke Van Deer bei den Damen.

Foto: Gepa Pictures

Das Ergebnis des ersten Rennens der Saison hätte knapper nicht sein können. Als Fünftplatzierte nach dem ersten Durchgang setzte sich Moltzan im Finale mit nur einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf die für Albanien startende Lara Colturi durch. Moltzans Teamkollegin Mikaela Shiffrin, die nach dem ersten Durchgang in Führung gelegen war, musste sich am Ende mit dem siebten Platz begnügen. Die Siegerin konnte von den schlechten werdenden Sichtbedingungen am Ende des zweiten Durchgangs profitieren. Bemerkenswert ist, dass sie mit neuem Material an den Start gegangen war. Die Amerikanerin war im Sommer zu Van Deer gewechselt und ist die erste Rennläuferin im Damen-Weltcup im Team der von Marcel Hirscher gegründeten Skifirma.

Lara Colturi, die in Sölden als Longines Rising Star ausgezeichnet worden war, verpasste ihren ersten Weltcupsieg denkbar knapp. Wenn sie sich weiterhin in dieser Form präsentiert, wird er wohl nicht lange auf sich warten lassen. Bemerkenswert ist auch die Leistung der Deutschen Emma Aicher, deren Rückstand als Dritte 0,52 Sekunden betrug. Die Allrounderin durfte sich in ihrer vermeintlich schwächsten Disziplin über ihre erste Podestplatzierung freuen. Sie setzte damit schon im ersten Rennen ein deutliches Ausrufezeichen für ein mögliches Duell um den Gesamtweltcup, das sich mit Mikaela Shiffrin im Laufe der Saison abzeichnen könnte. Shiffrin, die auch die erfolgreichste Riesenslalomläuferin aller Zeiten ist (was angesichts ihrer Dominanz im Slalom oft übersehen wird) freute sich mit ihrer 32-jährigen Teamkollegin Moltzan über deren ersten Sieg.

Hinter Shiffrin waren nach dem ersten Durchgang die Schwedin Sara Hector und die Schweizerin Camille Rast auf den Rängen zwei und drei gelegen. Hector beendete das Rennen als Vierte vor der überraschend starken Italienerin Asja Zenere. Rast belegte als beste Schweizerin den sechsten Platz. Aus österreichischer Sicht bewahrte Franziska Gritsch den ÖSV vor einem Debakel. Die Ötztalerin durfte sich bei ihrem Heimrennen über den neunten Platz freuen. Gleichzeitig waren es die einzigen Weltcuppunkte für Österreich, was angesichts der Tatsache, dass Gritsch ihr Training alleine finanziert und organisiert, für einige Häme sorgte.

2027 Al 5001 Rlr 2 Pdf

PDF – 269,1 KB 0 Downloads

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.