Ein Brasilianer vor zwei Schweizern – so lautet das kurz zusammengefasste Ergebnis des ersten Saisonrennens der Herren in Sölden. Lucas Pinheiro Braathen siegte vor Loic Meillard und Marco Odermatt. Österreichs Herren konnten teilweise mit ihren Leistungen überzeugen.
Foto: Gepa Pictures
Sölden hat für Lucas Pinheiro Braathen eine besondere Bedeutung. Hier verkündete der einst für Norwegen startende Athlet das Ende seiner damaligen Karriere. Später feierte er für Brasilien eine fulminante Rückkehr in den Skiweltcup. Im vergangenen Jahr dominierte er im Riesenslalom und gewann sowohl die olympische Goldmedaille als auch die Disziplinenwertung. Nun konnte er am Rettenbachferner nahtlos an diese Erfolgsserie anknüpfen, und das vor den Augen seiner Freundin, der brasilianischen Schauspielerin Isadora Cruz. Sie war erstmals bei einem Weltcuprennen zu sehen.
Der Brasilianer siegte mit einem deutlichen Vorsprung von 0,48 Sekunden auf den Schweizer Loic Meillard. Der Olympiasieger im Slalom zeigte sich mit seinem Saisonauftakt mehr als zufrieden. Das gilt auch für seinen Landsmann Marco Odermatt, der nur 0,01 Sekunden langsamer auf dem dritten Platz landete. In seinem 200. Weltcuprennen landete dieser zum 103. Mal auf dem Podest – eine außergewöhnliche Zahl, die sein Können unter Beweis stellt.
Platz vier ging nach einem guten zweiten Durchgang an den US-Amerikaner River Radamus. Dahinter klassierte sich Raphael Haaser als bester Österreicher auf Platz 5. Stefan Brennsteiner, Dritter nach dem ersten Durchgang, fiel im Finale auf Platz elf zurück, hinter seinen Teamkollegen Patrick Feurstein. Immerhin konnte die österreichische Herrenmannschaft mannschaftlich wesentlich besser abschneiden als die Damen beim Riesenslalom am Vortag. Für Deutschland konnte Fabian Gratz mit dem sechsten Platz überzeugen. Alex Vinatzer (ITA, 7.), Eirik Hystad Solberg (NOR, 8.) und Leo Anguenot (FRA, 9.) sorgen für ein buntes Ergebnis, was die Nationen angeht.
Kommentar hinzufügen
Kommentare