Die Vorarlbergerin Emily Schöpf fuhr im zweiten Europacup-Super-G im Sarntal zu ihrem ersten Sieg im Super-G und führte damit einen Dreifacherfolg der österreichischen Ski-Frauen an.
Die 25-jährige Montafonerin setzte sich auf der “Schönebne”-Piste souverän durch und feierte damit ihren ersten Europacup-Erfolg im Super-G. Lisa Grill folgte mit 0,61 Sekunden Rückstand auf Rang zwei, Anna Schilcher belegte mit 0,66 Sekunden Rückstand den dritten Platz und komplettierte den rot-weiß-roten Dreifacherfolg.
Alle drei Jahre feiern die Österreicherinnen beim Super-G im Sarntal einen Dreifach-Sieg. Das war 2020 (mit Nadine Fest, Julia Scheib und Rosina Schneeberger) und 2023 (mit Christina Ager, Elisabeth Riesinger und Nadine Fest) so, und das ist auch heute, im um 24 Stunden verschobenen Rennen, dank Emily Schöpf, Lisa Grill und Anna Schilcher der Fall. Nadine Fest (AUT), die Gewinnerin des Rennens vom Montag (skinews.ch berichtete) und Rekordsiegerin auf der „Schöneben“-Piste stand aus privaten Gründen nicht am Start. Dank Platz 5 hat sich die Italienerin Sara Allemand den fixen Startplatz für die Weltcup-Saison 2026/27 im Super-G ein Rennen vor Schluss bereits gesichert. Die zwei anderen Fixplätze werden im letzten Rennen beim Final in Saalbach (AUT) vergeben, Schweizerinnen können in diese Entscheidung nicht mehr eingreifen.
Wie schon im ersten Super-G am Montag konnten die Schweizerinnen ganz an der Spitze nicht mithalten. Immerhin schaffte Stefanie Grob als Sechstplatzierte den Sprung unter die Top-10, etwas, was zwei Tage zuvor, als Daria Zurlinden auf Platz 17 die bestklassierte Athletin von Swiss Ski gewesen ist, undenkbar war. Die Appenzellerin aber auch heute relativ viel Zeit ein. Bereits im Startabschnitt verlor Grob 0,46 Sekunden auf die Vorarlbergerin Emily Schöpf und beim Zielstrich betrug der Rückstand dann 1,34 Sekunden auf die Österreicherin.
Isabella Pedrazzi hat an einem Tor angehängt, wurde ausgedreht und hat dabei den Stock verloren. Die Schweizerin hat rund zwei Drittel des Rennens mit nur einem Stock bestritten und insofern ein ansprechendes Resultat erreicht. Nicht antreten konnten Mittwoch Alina Willi und Elena Sanna Stucki. Während Stucki wegen einer Grippe das Rennen nicht bestreiten konnte, musste Willi wegen einer im Rennen vom Montag erlittenen Handverletzung passen. Die Sankt Gallerin hat mit der Hand an einem Tor angehängt und sich dabei einen Bruch des Mittelhandknochens zugezogen. Die Berner Oberländerin Fabinenne Wenger „fabrizierte“ nach der drittschnellsten ersten Zwischenzeit einen Innenskifehler und schied aus.