Slalomsieg für Tommaso Saccardi

Der Italiener Tommaso Saccardi gewinnt den zweiten Europacup-Slalom von Baqueira-Beret (ESP) und übernimmt damit die Führung in der Disziplinenwertung.

Zwei Rennen vor Schluss ist der Kampf um die Fixplätze für die Slalom-Saison 2026/27 im Weltcup voll entbrannt. Einerseits hat das Ausscheiden des Norwegers Hans Grahl-Madsen im 1. Lauf des Europacup-Slaloms von Baqueira Beret und andererseits der Sieg von Tommaso Saccardi das Klassement an der Spitze der Disziplinenwertung ziemlich auf den Kopf gestellt. Saccardi hat nach seinem zweiten Erfolg in einem Europacup-Slalom die Spitze mit 12 Punkten Vorsprung auf den Franzosen Auguste Aulnette übernommen. Dahinter liegt ein punktgleiches Trio mit weiteren acht Zählern Rückstand auf Platz 3. Der Schweizer Sandro Simonet hat es nach seinem Ausfall im 1. Lauf von heute verpasst, in diese Top-Gruppe vorstossen zu können.

Bei ziemlich windigen Verhältnissen präsentierte sich die Piste etwas härter als noch am Dienstag. Dennoch waren früheren Startnummern im Vorteil, da sich rasch Spurrillen gebildet haben. Am besten zurecht fand sich der 24 Jahre alte Italiener Tommaso Saccardi. Nach deutlicher Bestzeit mit Startnummer 3 im 1. Lauf verteidigte er in der Entscheidung mit den zweitschnellsten Zeit seine Position gegenüber der Konkurrenz deutlich. Einzig der Walliser Ramon Zenhäusern konnte dem Italiener die Stirn bieten und brachte im 2. Lauf die schnellste Zeit ins Ziel.

Zenhäusern, der am Dienstag mit Startnummer 48 auf den vierten Platz gefahren war, konnte heute „schon“ mit Startnummer 28 ins Rennen steigen. Er nützte diese verbesserte Ausgangslage und fuhr im 1. Lauf auf Platz 11. In der Entscheidung war der 33-Jährige nach einem Zeitverlust im ersten Drittel der Strecke unten so schnell, dass keiner diese Laufzeit unterbieten konnte. Zenhäusern erreichte in der Schlussabrechnung Platz 5 und ist damit um drei Positionen besser klassiert als Teamkollege Joel Lütolf. „Ich bin auch mit dem heutigen Rennen sehr zufrieden. Im ersten Lauf habe ich mit Startnummer 28 wohl das Maximum herausgeholt“, sagte Zenhäusern gegenüber skinews.ch. Im zweiten Lauf, der vom Schweizer Trainer Thomas Krautschneider mit einigen Rhythmuswechseln anspruchsvoll gesteckt worden ist, war keiner schneller als der Oberwalliser. „Die Distanzen zwischen den Toren waren teilweise sehr kurz, trotzdem bin ich gut ins Fahren gekommen. Die Piste war leicht kompakter als noch am Dienstag, aber gross war der Unterschied nicht.“